Als neues Mitglied im Bundesvorstand, das den Bereich Öffentlichkeitsarbeit verantwortet, bekommt man immer mal wieder Kritik. Bei der Presse hatte es sich gehäuft, was meines Erachtens durch einen organisatorischen Griff und Klärung der Verantwortlichkeiten geklärt werden kann.

Wir haben für die Pressearbeit im wesentlichen zwei Organisationen in der Partei, das Pressesprecherinnenteam und die SG Presse. Als Ehrenamtliche Organisation ist es für die SG Presse unter Leitung von Martina Flasch strukturell ungünstig, auf Abruf bereit zu stehen. Im Gegensatz dazu kann die Pressesprecherin Anita Möllering als bezahlte Arbeitskraft sehr schnell reagieren.

Die SG Presse wird daher in Zukunft nach Redaktionsplan vorgehen – während Anita schnell auf aktuelle Ereignisse reagiert.

Für die Mitarbeit heißt das: Bei der SG Presse findet jeweils Freitag um 20 Uhr eine Redaktionskonferenz im Mumble statt, in der die folgende Woche geplant wird. Für Sitzungen im Bundestag und besondere Events lassen sich PMs vorausplanen – Bei ersterem gibt es selten eine Überraschung, letzteres (wie z.B. morgen der Weltflüchtlingstag) stehen sowieso schon vorher fest.

Die Pressesprecherin Anita Möllering ist für kurzfristige Statements zu unvorhergesehenen Ereignissen die richtige Anlaufstelle. Dafür wird sie natürlich proaktiv Leute suchen, aber sie ist auch Anlaufstelle für fertige Statements. Diese sind, anders als Pressemeldungen, im Prinzip ein längeres Zitat. Speziell Kandidierende der Piratenpartei sollten diese Möglichkeit nutzen.

Um den Output im Rahmen zu halten und die Presse nicht zu spammen, wird die SG Presse maximal drei Pressemeldungen pro Woche rausgeben und die Pressesprecherin maximal zwei Statements. Sollte es die aktuelle Berichterstattung begünstigen, kann natürlich eine die Regel bestätigende Ausnahme gemacht werden – aber das Ziel ist Qualität statt Quantität.

Das bedeutet auch, dass kein automatischer Anspruch entsteht, dass eine PM veröffentlicht wird. Es lohnt sich also, an den Redaktionsmumbles teilzunehmen oder im Falle von schnellen Statements die Pressesprecherin kurz zu informieren, bevor man etwas schreibt – denn eventuell ist bereits etwas in Arbeit.

Lieber Gruß

Christophe Chan Hin

 

 

 

 

2 Kommentare

  1. 1

    Presse Mitteilungen die nicht veröffentlicht werden (aufgrund der Beschränkung auf 3) können ja dennoch regulär auf der Hauptseite veröffentlicht werden.

  2. 2

    Hier ist vieles richtig, nur es kann auch schnell „schulmässig“ in die Undurchschaubarkeit führen. Pressearbeit ist letztlich immer nur eins: Kontakt mit der Öffentlichkeit. Und genau deshalb nennt man das Ganze auch Öffentlichkeitsarbeit. Weder steht Pressearbeit allein, noch ist Öffentlichkeitsarbeit eine Unterabteilung von Pressearbeit. Eigentlich ist alles nur Marketing, das ist auch nicht falsch, doch sehr komplex und von daher weglassen, vereinfachen, zielgerichteter.

Was denkst du?