Dem 15. Bundesvorstand wurde auf dem Bundesparteitag im Mai 2021 der Wunsch nach mehr Transparenz mitgegeben.

Transparenz hat immer einen Zweck. Für einige ist sie ein Instrument zur (Arbeits)kontrolle gewählter Repräsentanten. Für andere dient sie dazu, Einblicke in die Arbeit zu bekommen – auch um sich „näher dran“ zu fühlen. Ich sympathisiere sehr mit letzterem, denn ich finde auch, dass in der Partei viele Piraten keine oder eine falsche Vorstellung von der Arbeit im Bundesvorstand haben. Viele könnten die Frage „womit verbringt man seine Tage als Bundesvorstand“ nicht beantworten. Woher auch. Und das möchte ich gerne ändern.

Vor gut zwei Wochen habe ich das Format einer Vorstandssprechstunde (wieder) eingeführt. Am Donnerstag zwischen den Wochen mit den Bundesvorstandssitzungen stehe ich, gerne auch begleitet von anderen Vorstandskollegen, von 21 Uhr für eine Stunde im Mumble für allerlei Fragen zur Verfügung. Darüber hinaus möchte ich gerne das Format „Vorstände bloggen“ etwas wiederbeleben. Denn nicht jeder hat Zeit für synchrone Treffen. Und was kann man schon fragen, wenn ganz grundsätzlich das Gefühl dafür fehlt, womit sich Vorstandsmitglieder so beschäftigen?

Mein Ziel ist also einzelne Prozesse oder Ereignisse zu beschreiben, häufig im Nachblick, mit denen ich meine Zeit verbracht hab. Dabei hoffe ich darauf, dass es nicht nur das Verständnis der Partei und ihrer inneren Organisation bereichert, sondern auch den ein oder anderen Piraten neugierig macht oder interessiert, der daraufhin für sich ins Grübeln kommt, ob sie oder er nicht für ein Vorstandsamt kandidieren möchte. Wer mit diesem Gedanken spielt, der kann sich gerne bei mir melden, und wir sprechen da mal drüber.

Außerdem möchte ich euch vorschlagen, mir gerne eine Nachricht zukommen zu lassen oder einen Kommentar zu hinterlassen, wenn ihr bestimmte Themen habt, zu denen ihr gerne „den Blick von der anderen Seite“ erfahren möchtet. Dann werde ich schauen, ob ich oder einer der Kollegen hierzu nicht auch etwas beitragen kann.

Abschließend möchte ich euch mitgeben, dass meine Ausführungen sich – so ist das bisher für diese Beiträge gedacht – auf das Organisationale und Ablaufbezogene beziehen werden. Ziel ist nicht eine politische Diskussion, sondern eben der Einblick, wie Dinge bei uns in der Partei funktionieren, was leichter und was schwieriger läuft, wo man auf unerwartete Stolpersteine trifft, wo man sich mit Dingen mehr oder anders beschäftigen muss, als man dachte, etc.

Ich hoffe, dass ich regelmäßig die Zeit finde, hier zu publizieren,
und verbleibe optimistisch,

euer Sebastian

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