Ahoi Piraten,

am Samstag hat sich der Bundesvorstand in Plankenfels getroffen um über die Grundlagen einer strategischen Öffentlichkeitsarbeit zu reden. Wir haben dort erst einmal allgemeine Diskussionen geführt, Entscheidungen wurden keine getroffen. Diese Gespräche wollen wir in unterschiedlichen Runden wiederholen.
Zum Einstieg haben wir darüber geredet, welches Bild die verschiedenen Parteien nach außen präsentieren und wie sie bei den Bürgern ankommen. „Warum wählt jemand die xyz?“. Auch über unser eigenes Bild von der Piratenpartei haben wir geredet. Warum sind wir Piraten, was unterscheidet die Piraten von anderen Parteien – eine solche Diskussion empfehlen wir jedem Stammtisch. Natürlich kann hier nie ein „Bild der Partei“ vorgeschrieben oder in Stein gemeißelt werden, aber die Diskussion hilft jedem Einzelnen sich selbst zu orientieren.

Danach haben wir darüber geredet, wie unsere Themen vermittelbar gemacht werden können. Welche Arten von Veranstaltungen waren bislang erfolgreich, welche könnten wiederholt werden, welche sind bei unserer Personal- und Gelddecke überhaupt möglich. Wir waren uns dabei einig, dass wir frechere Aktionen brauchen – aber nicht ins rein-populistische abgleiten dürfen. Eine Aktion nur für die Bildzeitung ist nicht sinnvoll, aber die Aktion sollte in sich sprechen. Der Nacktscanner-Flashmob war ein gutes Beispiel.
Wir haben darüber geredet, an welchen Ecken und Enden wir mehr Personal oder mehr Experten brauchen. Die Pressegruppen brauchen inhaltliche Ansprechpartner um effizienter arbeiten zu können, im Bereich Social Media brauchen wir Experten, die unsere Kampagnen übertragen können, etc Wir haben viele Piraten, die jeder für sich in den sozialen Netzen aktiv sind – aber zu wenige die Kampagnen für die Partei führen können.

Dann haben wir darüber geredet, wie überhaupt eine Strategie für eine Partei ausgearbeitet werden kann. Vor Allem aber ist die Frage, wie man ein solches Team transparent genug gestalten kann – und hier brauchen wir euer Feedback: Was erwartet ihr von einer solchen Gruppe? Wie soll und wie kann sie arbeiten?
Abschließend haben wir darüber gesprochen, welche Fundraising-Möglichkeiten die Partei hat. Neue Fundraising-Formen sind uns allerdings keine eingefallen, die bisherigen Konzepte sind ja bekannt.

Wir haben noch ein wenig darüber geredet, welchen Stellenwert Kommunalwahlkämpfe haben und wie die Piratenpartei sich in Kommunalwahlkämpfen langfristig etablieren kann. Das Thema ist ja spätestens seit dem entsprechenden Vortrag am Bundesparteitag bekannt.

Grüße,

Euer Bundesvorstand

6 Kommentare

  1. 1

    „Vor Allem aber ist die Frage, wie man ein solches Team transparent genug gestalten kann – und hier brauchen wir euer Feedback“

    Ich denke, es gibt hier drei wichtige Aspekte:

    1. Es muss öffentlich, sein wer an der Arbeit beteiligt ist (Diese Information fehlt bisher für das Samstags-Treffen in Plankenfels).

    2. Es muss öffentlich sein, nach welchen Gesichtspunkten bestimmt wird, wer an der Arbeit teilnimmt. Die Teilname darf nicht nur auf Einladung möglich sein, sondern es muss jeder teilnehmen können, der vorher festgelegten Kriterien entspricht und sich dafür bewirbt.

    3. Diskussionen und Entscheidungen müssen protokolliert und diese Protokolle archiviert werden. Diese Protokollen müssen nicht in allen Fällen sofort öffentlich sein, es genügt erst einmal, dass sie existieren und Vorständen, zukünftigen Vorständen, (Schieds-)Gerichten etc zugänglich sind.

  2. 2
  3. 3

    Das ist jetzt der große Transparenz-Bericht?! Der ist etwas dünn. Ihr habt geredet. Ok. Und kam was bei rum?

  4. 4
    sebastian.nerz

    Norbert: Es ging nicht um Beschlüsse.

  5. 5

    Es wäre aber schon schön wenn man wüsste welche Punkte konsensfähig waren, und über welche geredet wurde. So ist der Bericht nicht sonderlich hilfreich für alle, die gerne wüssten was andere in der Partei denken.

  6. 6

    Natürlich ging es nicht um Beschlüsse Sebastian, aber der Text ist an Inhaltsleere kaum zu überbieten. Was sagt der mir als aktives Mitglied dieser Partei? Nichts. Gar nichts 🙁 Das ist schaden, weil es so die Vorurteile einige in deine Arbeit nährt.

Was denkst du?