Die PIRATEN stehen ein für Künstler, ihr Publikum und die Freiheit von Werken.

So wie viele andere Mitglieder der Piratenpartei gehört die Beisitzerin des Bundesvorstandes Julia Schramm zu den Urhebern, deren Interessen den PIRATEN am Herzen liegen. Die von den PIRATEN geforderte Reform des Urheberrechts umfasst deshalb auch eine Novellierung des Urhebervertragsrechts, um so die weitreichende Selbstbestimmung des Urhebers gegenüber klassischen Verwertungspositionen zu garantieren. In einer Abwägung zwischen wirtschaftlichem und ideellem Interesse obliegt die Wahl des Verwerters und der Vertragsbeziehung jedoch dem Urheber selbst.

Gleichzeitig gilt unser Interesse auch dem Schutz des Nutzers vor restriktiver Durchsetzung vertraglich garantierter Verwerterrechte und dem freien Zugang zu Werken und Informationen, deren nichtgewerblicher Kopie und Verbreitung.

In diesem Spannungsfeld ist die Vertragsbeziehung von Julia Schramm und ihrem Verleger zu bewerten. Die Details zu ihrem Buch und der Vertragsgestaltung sind von Julia immer kommuniziert worden und seit langem öffentlich bekannt

Die gängige Praxis, Anbieter und Benutzer im Netz bereitgestellter Kopien abzumahnen, vom Netz zu nehmen und mit einer Kostennote zu bestrafen, konnte Julia Schramm mittels eines Kompromisses mit ihrem Verlag abschwächen und so eine der Forderungen der Piratenpartei zumindest im Ansatz realisieren. So konnte sie durchsetzen, dass zunächst eine einfache Information und Bitte statt einer kostenpflichtigen Abmahnung erfolgt.

Eine weitreichende “Fair Use” Regelung für die freie Weitergabe, einer Creative Commons Lizenz oder eines “Pay what you want” Modells für den Onlinebereich wurde vom Verlagshaus hingegen nicht akzeptiert. Wir stärken daher Julia Schramm den Rücken, um diese Forderungen gegenüber ihrem Verleger zu bekräftigen. Einschlägig bekannte Studien beweisen, dass die freie Verfügbarkeit nicht zu sinkenden Umsätzen führt. (Sky is Rising, Hammond Studie uva.)

Statt die ideelle Kraft und Zirkulation von künstlerischen Werken zu fördern, baut die Beziehung zwischen Verwertern und Urhebern nur auf die wirtschaftliche Optimierung des künstlerischen Egos und kennt nur die misstrauische, restriktive Auswertung. Im Windschatten dieses medial geschürten Konfliktes setzen die Gegner einer Urheberrechtsreform ein weiteres Mal sämtliche Hebel in Bewegung, um weiterhin für ihr veraltetes Auswertungsrecht zu werben und die sachliche Argumentation der Piratenpartei durch eine einseitige und emotional zugespitzte Debatte zu konterkarieren.

Die Piratenpartei antwortet darauf: Ja zur privaten Kopie und der Freiheit von Werken. Nein zu illegalen gewerblichen Kopien. Ja zu neuen Geschäftsmodellen künstlerischer Selbstbestimmung. Nein zu rücksichtsloser Durchsetzung von Verwerterinteressen.

Euer Bundesvorstand

89 Kommentare

  1. 1
    Dr. Hund

    Nicht zu fassen wie schnell das politische IT-Girl Schramm es geschafft hat Glaubwürdigkeit und Ideale der Partei in die Tonne zu treten. Fast noch schlimmer sind allerdings die relatvierungsversuche des Vorstands. Ein Wähler weniger… und Tschüss!

  2. 2
    Patteundercover

    Schade. Und täglich grüßt das Murmeltier. Parteiendemokratie ist meiner Meinung nach mittelfristig immer zum Scheitern verurteilt.

  3. 3

    Diese “Stellungsnahme” zu kommentieren ist müßig. Um bei dem Begriff “Shitstorm zu bleiben, gequirlte Scheiße muss man nicht kommentieren. ;-)

    Spannend finde ich, dass in vielen Kommentaren an vielen Stellen (hier im übrigen auch bereist drei mal, ohne meine Erwähnung) von Shitstorm geschrieben wird. Meist von Menschen, die sich als (angebliche) Piraten outen und mit dem Ausdruck versuchen, die Handlung von Julia Schramm zu verteidigen.

    Ich finde, die Piraten sollten sich langsam mal einig werden, was nun die Gesellschaft ausmacht. Ist es nun die “Schwarmintelligenz” oder ist es Shitstorm. Es kann nicht sein, dass man die (Wähler-) Basis je nach eigenem Interesse in eines dieser Kategorien einteilt. Entweder die Partei arbeitet, wie sie es gerne äußert mit der sogenannten “Schwarmintelligenz” oder es ist eben “Shitstorm”. Mal so, mal so geht nicht.

    Nur, um meine Meinung dazu auch kund zu tun: Ich halte von Schwarmintelligenz genau so viel, dass diese einen Unschuldigen in Bremen Lynchen wollte und die “Schwarmintelligenten” Fische, bei entsprechender Steuerung blind in den Tot folgen würden.

  4. 4
    Francis-Drake

    Was ist eigentlich passiert?

    Ich kenne Julia nicht. Ich kenne das Buch nicht und ich habe keine Intention es zu lesen. Ich gönne Julia den Gewinn aus ihrem Buch, so wie ich das erst mal jedem anderen Piraten auch gönnen würde. Letztendlich hat sie das System richtig bedient und sich gut vermarktet.

    Was mich befremdet, dass darüber unterbeschäftigte Parteimitglieder (?) völlig Stil und Beherrschung verlieren und sich zu Instrumenten der Hämisch grinsenden Presse machen lassen. Der Buchvertrag und einige Details daraus waren lange bekannt. Kurz nachdenken! Könnte es sein, dass der ganze gerade ablaufende Hype geplant war? Sollte etwa irgendein verlagsnaher Tuchnigut die Sicherungsstifte aus den sozialen Handgranaten unter den Piraten zu einem genau kalkulierten Zeitpunkt gezogen haben?

    Eins muss man uns Piraten lassen: Öffentlichkeit generieren können wir perfekt. Das Ergebnis? Ein Amazonrang weit unter 1.000. Das muss man uns erst mal nachmachen. Und vor allem völlig kostenlos. Was sagt da der Art Directors Club? Goldene Prospekthülle der W und V inkl. Interview zur Sonderbeilage und im Ausland heißt es zum Eurovision Wrong Contest, Germany 15 points.

    Was mich enttäuscht, dass ein Mitglied des Bundesvorstandes nicht eine Publikationsform gewählt hat, die unseren Positionen zum Urheberrecht besser entspricht. Durch diese Vorgehensweise wird für mich die alles entscheidende Frage aufgeworfen: Wenn BuVo-Mitglieder bei der Buchpublikation selber die etablierten Wege über die Verlage gehen, haben wir als Piraten dann funktionierende Alternativen, die den Autoren mehr vom Kuchen abgeben? Oder die zumindest ein preiswerteres Endprodukt für den Verbraucher liefern?

    Die öffentlich wahrgenommene Aussage ist doch, dass man nur über den gewählten Weg, für die Autorin, den maximalen Gewinn erreichen konnte. Da habe ich aber Schwierigkeiten dies am Infostand oder beim Flyern den spröden Passanten vernünftig zu verargumentieren. Vielleicht benötige ich hier Unterstützung, Argumente, einen Argioliner. Bitte! Danke!

    Wir sind aufgebrochen, die Welt zu verändern. Uns anders zu verhalten, als die Old School, wo Politiker vor laufender Kamera ihr Ehrenwort geben und Geburtstage im Kanzleramt gefeiert werden. Wenn aber Mitglieder des BuVo nicht mal versuchen, Ideen der Piraten umzusetzen, dann ist wieder ein Stückchen an Idealen gestorben.

    Gruß, Andreas

  5. 5
    Jupp Schmitz

    Ich such jetzt die cc-Lizenz… Aber schöne Blendgranate, aber wieso solltet Ihr anders sein als andere Parteien…

    Sie steht weit vorne, also wird sich dahinter gestellt…

    Übrigens hat es Frau Schramm ja auch schon geschafft einige Beiträge nicht zu posten… Hat sicherlich auch was mit Meinungsfreiheit zu tun…

    Ihr seid ein armer Haufen da “oben”…. Schön Wetter Reden könnt Ihr, aber Wähler und Piraten sind schon von Euch vergessen…

    Ach und seit wann ist dies mit dem Buch bekannt und wieso find ich es bei dem Tätigkeitsbericht von Frau Schramm: http://wiki.piratenpartei.de/Benutzer:Julia/BuVo/T%C3%A4tigkeitsberichte

    und hier kommen hoffentlich noch einige Erkenntnisse dazu: http://wiki.piratenpartei.de/Benutzer:Julia/BuVo/Failberichte

    Shitstorm for ever!!!

    Jetzt bin ich mal gespannt ob Ihr auch so artig zensiert wie Frau Schramm…

    Jupp gar nicht soweit weg von Hennef…

  6. 6

    Tja liebe Piraten, das wars dann leider. Ich hätte mich so sehr über frischen Wind in der Politik gefreut.

    Wir wissen alle: Politik und Öffentlichkeit korrumpieren die Teilnehmer. Aber dass es so schnell geht, hätte ich nicht gedacht. Selbst die Grünen haben mit Strickzeug und Turnschuhen in den Parlamenten (ich bin alt genug, um das miterlebt zu haben) länger durchgehalten.

    Aber es ist wohl unvermeidbar, dass sich ganz oben ein Haufen Egomanischer Selbstdarsteller und Extremisten ansammelt, der irgendwann nur noch mit sich selber beschäftigt ist. Schade, schade, schade.

    Machts gut, Bye Bye, viel Spaß,

    Thomas

    P.S.: [..Sexistische Beleidigung gelöscht, -kp]

  7. 7
    Winfried

    Die Piraten werden immer unglaubwürdiger, wie kann es denn nur sein, dass Julia Schramm immer noch im Amt ist und anscheinend ja sogar von anderen Vorstandsmitgliedern gedeckt wird? Ich wünsche mir Marine Weisband wieder in den Vorstand, was war es für eine Wohltat solch kluge und wohl reflektierte Worte von einer Politikerin zu hören. Wie konnte Julia Schramm nur in den Vorstand gewählt werden? Der Ponnader mit seinen Sandalen in Talkshows ist ja die nächste Katastrophe, was für ein respektloses Verhalten! Wenn hier keine Konsequenzen gezogen werden, habt ihr meine Stimme nicht mehr.

  8. 8

    Sorry,

    meiner Meinung nach habt ihr es mit dieser Pressemitteilung nur noch schlimmer gemacht. Julia hätte direkt ein offenes Vertriebsmodel wählen können. Ich persönlich habe nichts gegen Menschen welche den Weg über einen Verleger einschlagen. Aber für alternative Modelle in der Piratenpartei eintreten und gleichzeitig das alte Model nutzen geht nicht. Ich hätte mir vom Bundesvorstand etwas mehr Abgrenzung gewünscht.

  9. 9
    Foschka Discher

    Ich finde den Schwerpunkt der Kritik an Julia Schramms Buch falsch gesetzt wenn nur das vorgehen gegen kostenlose Downloadquellen thematisiert wird. Ich finde man muss ihr vorwerfen, dass sie ihre Parteiprivilegien – und das Privileg bekannt zu sein verdankt sie nun mal ihrer Parteiarbeit – ausgenutzt hat um sich von der “Content Mafia” (das ist nicht mein Begriff) kaufen zu lassen und die Sache der Piraten vorzuführen.

    Sie hätte dieses Buch von mir aus gerne und für jeden Preis der Welt schreiben können und von mir aus kann sie auch jedem illegalen Downloader die Russenmafia auf den Hals hetzen – egal was sie vorher vertreten hat – aber sie kann – meiner Meinung nach – so lange sie als Person direkt und über ein Mandat mit den Piraten verknüpft ist – keinen Deal mit Bertelsmann (einer der grössten Medienkonzerne der Welt) eingehen und das auch noch zu so erstaunlichen Konditionen. Ich finde die Themen die ihr vertretet spannend und wichtig. Aber leider ist es wie bei den anderen Parteien auch – es werden die Selbstdarsteller und Egomanen nach oben gespült und die Themen rücken in den Hintergrund. Fakt ist doch: es war klar, dass sowohl die Summe die sie für das Buch bekommen hat also auch die Tatsache, dass gegen illegale Downloads vorgegangen werden muss(!) Kritik und Fragen aufwerfen werden die natürlich direkt an die Piratenpartei gehen – denn wir erinnern uns…Julia Schramm ist ja nur die bekannte Julia Schramm, weil sie die “Piratin” Julia Schramm ist. Berechtigte Fragen an jeden Politiker sind aber doch wie er sich finanziert – und wenn ich das Büchlein anschaue frage ich mich schon warum jemand dafür ein so hohes Autorenhonorar bekommen hat.

    Das ist vielleicht zugespitzt – aber es ist doch genau diese Abzock- und Privilegienmentalität der anderen Parteien die euch momentan die Wähler zufliegen lässt und die Masstäbe die an euch gesetzt werden sind diesbezüglich eben wesentlich höher als z.B. für die FDP (aber auch hier ist der Spielraum ja erfreulich gesunken).

    Ich finde Frau Schramm hätte für diesen Deal ihre Mandate niederlegen müssen – aber noch ist ja Zeit den Schaden zu beheben.

  10. 10

    Tja, das war wohl! Ich frag mich nur, welche Partei wird davon profitieren. Ich bin mir nicht sicher, aber Piraten werde ich nicht mehr wählen. Grüße aus NRW

  11. 11
    Eisentor

    So konnte sie durchsetzen, dass zunächst eine einfache Information und Bitte statt einer kostenpflichtigen Abmahnung erfolgt. Ihr glaubt den Unsinn immernoch? Das Vorgehen war ein vollkommener Standard Vorgang (Take Down Notice) und keine besondere Nettigkeit von Frau Schramm oder dem Verlag.

  12. 12

    Tja Leute, da sind vermutlich mittlerweile zu viele FDPler und Grüne untergeschlüpft. Für mich liest sich das nach Profis bei den anderen Parteien. Aufwachen Leute! Die peinlichen Leute könnt ihr wirklich nicht in der Öffentlichkeit lassen. Schade, war ein guter Versuch mit euch – aber was sich da jetzt alles rumtreibt. Mittlerweile bin ich über 50 und kann euch nur raten euch ein paar solide Leute in die Führung zu suchen und auch in einer flachen Struktur abzubilden. Gerade ITler der frühen Stunden wie ich finden Veränderung gut und wichtig. Aber ihr verspielt gerade Zutrauen. Ihr habt wirklich viele Sympatisanten in meiner Altersgruppe – aber dieses Gehampel ist nicht tragbar. Keine klare Ansage zum Euro und der Transfergesellschaft mit Draghi, etc. Lest mal mehr Handelsblatt und agiert eurem Intellekt entsprechend. Dieses postpubertäre/infantile Gezuppel dieser Julia XYZ erinnert an die strickenden Wollsockenträger der ersten Grünen. Saubere Ansagen, gerade Linie bei wichtigen Themen und sowas wie diese Julia und Konsorten ab in die Spielgruppe.

  13. 13

    Reales Tauschen: Mann A hat den neuen Stephen King als Print. Seine Nachbarin, Frau B, hat den neuen Twilight. Als A seinen King zu Ende gelesen hat, tauscht er ihn gegen den Twilight von Frau B. A hat den neuen King jetzt NICHT mehr, B hat den neuen Twilight jetzt NICHT mehr. Dafür haben beide die ursprünglichen Bücher des jeweils anderen.

    Piratentauschen: Mann A hat King, Frau B hat Twilight. Beide gehen in eine “Peer to Peer-Tauschbörse” und tauschen munter kreuz und quer drauflos. Aber beide BEHALTEN dabei aber ihre urspünglichen Bücher, und erhalten noch jede Menge andere dazu. Natürlich ist das KEIN Schaden für den Urheber oder den Verwerter, die beide Zeit und Arbeit, Geld (ein Schelm, der jetzt an Vorschüsse denkt) in das Werk investiert haben, wenn plötzlich jeder das Werk besitzt, aber nur EINER es gekauft hat.

    Wie soll die Wirtschaft funktionieren, wenn etwas kostenlos und parallel gegen Entgelt angeboten wird? Und wie ist das ganz aktuell mit Frau Julia Schramm? Warum hat sie sich denn ausgerechent an einen pöhsen Contenmafiaosi gewandt, statt ihr Buch via website auf CC-Lizenz mit einem Spendenbutton anzubieten? Warum hat sie bei den Verhandlungen mit dem Verlag nicht darauf bestanden, dass zeitgleich mit dem Print das e-book erscheint, letzteres aber kostenlos mit einem Spendenbutton auf der Verlags-HP? Das wäre konsequent gewesen. Das hätte dann ganz real gezeigt, wie groß die Verdienstmöglichkeiten tatsächlich bei Spenden sind, im Vergleich zu den bisherigen Wegen. Und ich glaube zudem, in diesem Fall hätte sie sich von ihrem Vorschuss verabschieden können. Und zum Thema freie Werke: Es steht jedem Verbraucher FREI ein Werk zu kaufen oder es sein zu lassen. Nirgends besteht ein Zwang dazu. Kultur ist allerortens FREI ERHÄLTLICH, ohne das man den Perso vorzeigen muss oder sogar eine Berechtigung vorlegen, sich ein Werk anzueignen. Der einzige “Zwang” der wirklich da ist, ist die Entlohnung für alle Beteiligten, die ihre Zeit und Arbeitskraft in das Werk gesteckt haben. Ein vernünftiger “Zwang” wie ich finde. Denn wenn ich im Job eine gute Leistung hinlege, möchte ich auch nicht, dass mein Kollge daherkommt, sie als seine ausgibt und die Prämie kassiert. Oder, was auch in das Bild passt: wenn ich Lebenszeit in eine Arbeit investiere, dann möchte ich dafür zu einem vorher vereinbarten Tarif entlohnt werden, und nicht darauf hoffen müssen, dass mein Arbeitgeber mir eine milde Spende zukommen lässt. Eine Roman schreiben, einen Film drehen, ein Musikstück komponieren IST Arbeit. Das Ergebnis dieser Arbeit frei nach Schnauze zu verteilen ist im engeren Sinne Diebstahl, denn für etwas, dass man jederzeit kostenlos irgendwo herunterladen kann, fällt auch sehr schnell die Schranke für die Spendenbereitschaft. “Lass doch die Anderen spenden, die mehr Geld haben als ich.” So würde es kommen.

    Ich heiße den frischen Wind willkommen, den ihr aus prallen Wangen in die Politk blast. Aber leider scheint das nur ein laues Lüftchen zu sein, dass zudem jetzt auch noch von Mundgeruch begleitet wird.

  14. 14

    Shit ist, was passiert ist… Storm ist, der Sturm der Entrüstung, weil das Herz der vielen Piraten verraten und verkauft wurde. Nicht ein Autor eines Werkes wurde finanziell per Vorkasse vom Verlag gewürdigt, sondern mit den Silberlingen der Pirat an sich gekauft. Ziemlich schlau vom Establishment… Und das kann doch nicht wahr sein, dass der Vorstand jetzt mit Phrasen um sich wirft. Lang genug ist das Thema bekannt, doch anstatt eine Strategie für die Veröffentlichung des Buches zu entwickeln, wird gewartet bis das Kind (Julia) in den Brunnen gefallen ist. Frage an Julia: Willst du wirklich Pirat sein oder denkst du es sei Karneval?

  15. 15
    Eine weitreichende “Fair Use” Regelung für die freie Weitergabe, einer Creative Commons Lizenz oder eines “Pay what you want” Modells für den Onlinebereich wurde vom Verlagshaus hingegen nicht akzeptiert. Wir stärken daher Julia Schramm den Rücken, um diese Forderungen gegenüber ihrem Verleger zu bekräftigen. Einschlägig bekannte Studien beweisen, dass die freie Verfügbarkeit nicht zu sinkenden Umsätzen führt. (Sky is Rising, Hammond Studie uva.)
    1. Warum hat Frau Schramm ihr Werk dann nicht ohne Verlag mit einer/m “Fair Use”/CC/”Pay what you want” Regelung/Lizenz/Modell veröffentlicht? Aus Geldgründen? Offenbar ja nicht, wenn man den Studien glaubt – was sie ja wohl tut, wenn ihre Partei mit eben diesen Studien argumentiert, oder? Aber warum denn dann?

    2. Was soll dieses “Rückenstärken” jetzt noch bringen?! Der Vertrag ist doch längst durch?! Oder wie ist dieser Satz (der zweite im blockquote) zu verstehen?

  16. 16

    ihr veröffentlicht hier keine kommentare mehr, oder? transparenz?! haha…immer der gleiche furz…und wieder mal wurde bewiesen dass parteien in deutschland nichts verändern. vielleicht ganz gut, dass julia schramm das nochmal früh sehr deutlich gemacht hat.

  17. 17
    Copyright-Clown

    Grüße aus der beliebten Kategorie “wie man es hätte besser machen können”: Kommentar der Vorsitzenden der schwedischen Piratenpartei: http://annatroberg.com/2012/09/21/politicians-get-away-with-murder-but-not-double-standards/ Traurig, wie rückgratlos der Vorstand der Piratenpartei Deutschland inzwischen geworden ist…

  18. 18
    Britta Pflugbeil

    Au wei, und so einen peinlichen Verein habe ich gewählt. Windmacher, Selbstdarsteller, selbstgerechte Barfüßler mit Anspruchsmetalität.

    Und dann ist die Position zum Urheberrecht plötzlich wischiwaschi doch nicht so gemeint. Die grauen Herren bei bertelsmann kommen aus dem Lachen nicht mehr heraus, mit hundertausend Euro über die Bande einer infantilen Dilettantin gespielt, und dabei eine potentiell gefährlich werdende neue Partei sauber teilversenkt. Nützliche Idioten der Verleger und Meinungsmacher zu sein wie fühlt sich das eigentlich an? Mustergültig vorgeführt durch die einfache Kontrastierung von Anspruch und Realität (PDF im Netz)?

    Ist das peinlich – in Zukunft ohne mich.

  19. 19

    […] In meinen vorherigen Artikel habe ich mich schon über das Vorgehen und der Handlung von Ihr geäußert. Dabei habe ich auch auf die “freie” Dikusionsmöglichkeit auf der Plattform der Piratenpartei berichtet. Man hat einfach den entsprechenden Thread geschlossen! Inzwischen hat der Bundesvorstand der Piratenpartei eine “Stellungsnahme” zu der Buchveröffentlichung online gestellt. Um es von meiner Seite zu sagen, ich werde diese gequirlte Scheiße nicht weiter kommentieren. Soll sich jeder selbst ein Bild von dieser Stellungsnahme machen: Stellungnahme des Bundesvorstands zur Buchveröffentlichung “Klick mich” […]

  20. 20
    tetrachromat

    Ist doch nichts neues. Auch das Werk “Punkt vor Strich Theater” des politischen Geschäftsführers Ponader ist nicht etwa frei im Netz verfügbar, sondern – gegen Bezahlung versteht sich – über einen Verlag.

  21. 21
    Andreas

    Jungs und Mädels, wenn ihr wirklich eine politische Zukunft haben wollt muesst ihr euch schon ein paar fähige Leute in den Vorstand wählen. Die Julia Schramm geht ja mal gar nicht, wirkungsvoller hättet ihr euch selbt kaum ins Knie schießen können, außer mit der Forderung von KiPo Duldung oder so etwas. Kickt die Julia Schramm raus, wenn sie selbst nicht einsieht, dass sie gehen MUSS. Mit dieser narzistischen Kasperin als Aushängeschild kann ich euch nicht mehr vor meinen Kumpels verteidigen, geschweige denn zu euch stehen.

  22. 22

    Die “Piraten”werden ,wie ich denke die nächste Bundestagswahl nicht überleben,weil sie von ihrer neu gewonnenen “Korruptheit” gegenüber dem politischem System,nicht lassen können!

  23. 23
    Jupp Schmitz

    Die Zensur hat die Piraten erwischt und dies durch den Vorstand… Wahnsinn… Alles entspricht der Ideologie der Piraten… SICHER…

    Bertelsmann meldet Euch, ich spende lieber an Euch, damit die 100.000 Euro zusammenkommen… Sie hat sich kaufen lassen und “Die Piraten” wurden verkauft… Mich wundert, dass dies keiner “rafft” oder raffen will.

    Mal eine offizielle Frage an den Bundesvorstand: “Wieso wurde die Diskussionsmöglichkeit geschlossen?” und wieso wird hier “Jeder Beitrag erst nach Lesung freigeschaltet”?!?

    Irgendwas passt hier doch nicht, aber Bertelsmann hat Frau Schramm schon gekauft. Wann EUCH?!?

    Euer Jupp Schmitz

  24. 24

    Hat Schramm jetzt ihren Rücktritt eingereicht, oder werdet ihr es ihr mal vernünftig nahelegen? Diese Person ist untragbar. Nicht nur wegen ihres Gebarens und dass sie sich mit dem Buch profilieren will und damit Profit machen, was sie vorher verteufelt hat (mehr noch als nötig gewesen wäre) und damit keine konsequente Linie fährt, sondern sie schreibt auch in ihrem Buch viele unkundige Halbwahrheiten (im besten Falle jeweils), sodass sie ein eher schlechtes Licht auf eine Partei die als internetaffin gilt wirft.

    Wenn sie die Größe hätte ihren Rücktritt selber einzureichen würde dass ihren und den Ruf der Partei etwas retten, aber wenn sie es nicht schafft, sollte sie eben zurückgetreten werden.

  25. 25
    tetrachromat

    Tja, hier wird eben zensiert – so viel zum Thema freies Internet

  26. 26
    hanfbauer

    Lasst euch nicht verrückt machen! Ja, zurzeit drischt die Presse auf euch ein und etliche prominente Gesichter machen dabei keine allzu gute Figur (Schramm, Lauer, Ponader…). Ich bin sicher, rechtzeitig vor der nächsten Bundestagswahl gibt es wieder massenhaft Gründe Piraten zu wählen: Vorratsdatenspeicherung, Internet-Zensur, Leistungsschutzrecht, Urheberrecht, GEMA, Telefonüberwachung, INDECT, automatisches Scannen der Auto-Kennzeichen, Staats-Trojaner usw. Verlasst euch ganz auf Mutti, die wirds schon richten, schließlich will sie (diesmal mit der SPD) weiterregieren und das funktioniert am sichersten, wenn die Piraten in den Bundestag reinkommen…

  27. 27

    Im Frühjahr, wenn das nächste Buch, von einer ex. (BuVo) GF einen “Take down” erhält und die nächste mediale Sau durchs Dorf getrieben wird, könnt Ihr in dieser Stellungnahme den Namen JS durch MW ersetzen, sie veröffentlichen und den “Shitstorm” wieder aussitzen. Das klappt bestimmt prima, es sei denn jemand macht Euch einen Strich durch die Rechnung. Wer könnte das wohl sein, die Basis auf dem Bundesparteitag oder die Wähler im Herbst zur Bundestagswahl?

  28. 28
    K. Rink

    Nach der Causa Schramm und vielen unsäglichen Kommentaren dazu hatte ich gehofft, die Piratenpartei könnte sich zu einer konsequenten Stellungnahme in dieser Hinsicht durchringen. Das ist leider ausgeblieben. Die Piraten sind auch im Hinblick auf das Thema Urheberrecht mit sehr radikalen Standpunkten aufgebrochen, die quer durch die Welt kommuniziert und diskutiert wurden (u.a. im Rahmen des Sven Regener – Rants bezüglich der Wertschätzung von Künstlern im “Gratis-Zeitalter”, der dafür sehr viel Häme und Schmähungen aus “dem Netz” erfahren durfte ). Der Weg zu einer sinnvollen Regelung dieser Problematik ist lang, weil sehr viele verschiedene Interessengruppen involviert sind, auf ihre (wie auch immer begründeten) Rechte pochen, und bei dem Weg ist von vornherein sichtbar, daß viele der radikaleren “Ideen” der Piraten nicht umsetzbar sind, vielleicht im Interesse der tatsächlichen Urheber auch nicht umgesetzt werden sollten. Aber spätestens mit dem Verhalten von JS zeigt sich, daß die Piraten in dieser Hinsicht nicht im Ansatz eine “Gefahr” für bestehende Strukturen darstellen. Während andere Autoren zumindest in diesem Umfeld (massivstes Beispiel sicher Lawrence Lessig) in Übereinstimmung mit ihren Idealen substantielle Veröffentlichungen unter CC-Lizenz veröffentlichen und Zoe Leela zusammen mit Motor Records auf CD wie auch (bandcamp) als CC im Netz Musik nach demselben Schema veröffentlicht , bleibt Frau Schramm hier offensichtlich beim Weg des geringsten Widerstands mit einer fragwürdigen Publikation, die mit DMCA-Takedown aus dem Netz gefegt wird. Naja, zumindest war es nicht ACTA. Schade eigentlich.

  29. 29
    Thomas Eichhorn

    Jupp Schmitz sagt…..und da kann ich mich nur anschließen. Wie kann der Vorstand der PIRATEN PARTEI, diese Dame und IHR BUCH so extrem verteidigen ? Gleichwohl in den Fassungen der alten Parteienlandschaft in diesem Land. Ich und auch viele Bekannte und Freunde die PIRATEN unterstützten und gewählt haben, waren Unterstützer oder Mitglieder, denn nunmehr ist “fertig”. Bei den Wahlen 2013 werdet IHR DA OBEN und WIR HIER UNTEN Ergebnisse sehen, von denen IHR DA OBEN rein gar nichts verstanden habt. Tschüss mit gut dotierten MdBler Posten oder ähnlichen, gestrickten Mustern der etablierten Parteiszene in Deutschland. Gekauft ist gekauft, wie kann man nur so dämlich sein und alles verspielen was wirklich gut angelaufen ist……….”Schwesterwelle Partei” und auch die kommende “CSU NET PARTEI” stehen schon in den Startlöchern und lassen grüßen.

  30. 30
    Anmerker

    “Die Details zu ihrem Buch und der Vertragsgestaltung sind von Julia immer kommuniziert worden und seit langem öffentlich bekannt”

    –> Wenn Frau “Spackeria” Schramm tatsächlich Wert auf Transparenz legt, dann sollte sie den Vertrag öffentlich machen.

    “Praxis […] konnte Julia Schramm mittels eines Kompromisses mit ihrem Verlag abschwächen”

    –> Also sind DMCA-Notices eine freundliche Erfindung von Frau Schramm zur Vermeidung von Abmahnungen? Das ist ja interessant. Wäre eine Abmahnung des US-Hosters genauso erfolgversprechend gewesen? –> Wenn Frau Schramm einen Kompromiss erreicht hat, findet sich der sicher in dem schriftlichen Vertrag, den Frau Schramm sicher bereitwillig (s.o.) offenlegt.

    “wurde vom Verlagshaus hingegen nicht akzeptiert. Wir stärken daher Julia Schramm den Rücken, um diese Forderungen gegenüber ihrem Verleger zu bekräftigen.”

    –> Wie wäre es, NICHT das viele Geld für eben diese Vereinbarung zu diesen Konditionen in die Tasche zu stecken? Oder hat der Verlag sie tatsächlich zu dem Vertrag gezwungen, so mit Peitsche oder Drohungen?

    “Statt die ideelle Kraft und Zirkulation von künstlerischen Werken zu fördern, baut die Beziehung zwischen Verwertern und Urhebern nur auf die wirtschaftliche Optimierung des künstlerischen Egos”

    –> Das ist genau die Beschreibung für den Buchdeal von Frau Schramm: Unterirdische künstlerische Entfaltung für einen großen Haufen Geld und gegen die Ideale der PP.

    “sachliche Argumentation der Piratenpartei durch eine einseitige und emotional zugespitzte Debatte zu konterkarieren”

    –> Welche Argumentation? Die der Partei (Parteiprogramm) oder die des Vorstands (eigene Ansätze)?

    “Die Piratenpartei antwortet darauf”

    –> Nein, der Bundesvorstand hat ja ausdrücklich (nach den Presseverteilermails) Probleme mit der eigenen Partei. Vielleicht sollte der Bundesvorstand eine eigene Partei aufmachen, wenn er das Parteiprogramm der Piraten nicht akzeptieren möchte.

  31. 31

    […] internen Streitereien. Der Vorsitzende Bernd Schlömer wollte den Vorgang nicht kommentieren. In einer Stellungnahme hatten sie zuvor Schramm […]

  32. 32

    Liebe Julia, wir Autoren danken Dir! Du bist volle Kanne in die Falle reingetappt, die man Dir gestellt hat, um Dich (und zwar gerade Dich!) vorzuführen als käufliche Heuchlerin. Danke, dass Du uns gezeigt hast, dass auch Dur keinen blassen Schimmer hast, wie “alternative Vertriebsmöglichkeiten” aussehen könnten. Ein Buch ist ein Buch, und man verdient eben nur daran, wenn es etwas kostet. Schnell gelernt, liebe Julia. Wir freuen uns, dass Du nun eine von uns bist und hoffenltich künftig für uns Urheber mehr Verständnis aufbringst – und gemeinsam mit uns gegen die Piraten kämpfst – als Maulwurf im Bundesvorstand der Piraten. Chapeau!

  33. 33
    Daniel G.

    Die Webseite istjuliaschrammnochimamt.de gibt es noch nicht, ich prangere das an!

    kann mal jemand den Link von Schramms Webseite posten in der sie den Online-Pranger ihrer Kritiker erstellt hat?

  34. 34
    Jens D.

    Julia Schramm ist komplett abgetaucht, seit Tagen keine Updates mehr auf allen Seiten… Es scheint sich nur noch um Stunden zu halten bis sie endlich zurücktritt, geschadet hat sie der PP zu massiv, in sämtlichen Umfragen gingen die Werte deutlich zurück auf mitunter bis 5%. Es scheint, dass sie ihr Ziel erreicht hat, der Partei extrem massiv zu schaden durch diese verlogene Schmierenkomödie…

  35. 35

    …gerade meinen austritt aus der piratenpartei abgeschickt – diese ganzen relativierungsversuche sind unerträglich !!!

  36. 36

    hey Leute – die Jacke ist näher als die Hose, das ist doch klar , oder? Schafft Grundlagen dafür, dass ordentliche Arbeit angemessen entlohnt wird – dazu gehört es auch, geistige Arbeit zu schützen. Werdet realistisch und hört auf, euch kindisch zu benehmen, dann werdet ihr auch gewählt – diesen Rat kann ich euch geben.

  37. 37
    Maximilian Schramm (nicht verwandt, nicht verschwägert)

    Feministinnen sind nicht gerade für Logik und Prinzipienfestigkeit bekannt, deshalb wundert es mich gar nicht, dass eine bekennende Hardcore-Feministin wie Julia Schramm, so eine miese Nummer abzieht.

    Hoffentlich wird es den Piraten eine Lehre sein, nie wieder so einen Pira-sie-t in den BuVo zu wählen.

    Mit Schramm ist auch gottseidank der Frauenquotenbefürworter Schrade gegangen. Ich hoffe das ist der Anfang einer Selbstreinigungswelle, an deren Ende die Ent-GRÜN-ung der Partei steht.

  38. 38
    Anja Baffour

    Hallo,

    ich finde es natürlich nachvollziehbar und verständlich, wenn Künstler an ihrem geistigen Eigentum verdienen möchten und das sollen sie natürlich auch.

    Dann soll Julia das aber auch klipp und klar so sagen:

    “Ja ich möchte mit meinem Buch so schnell wie möglich so viel Geld wie möglich verdienen und jeder der es lesen will, soll gefälligst zahlen!!!!!” Das hat dann aber nichts mehr mit den Idealen der Piratenpartei zu tun!

  39. 39
    Hermann

    Auch wenn das Thema schon alter ist…. Wir wählen demnächst in NDS. Ich war willens, daß Parteiprogramm der Piraten als erstes Programm überhaupt zu lesen. Nun werde ich es doch nicht tun. Ich sehe für mich drei mögliche Vorgehensweisen… a) nicht wählen b) ungültig wählen c) Piraten, rechts, graue Panther oder andere wählen. Die Causa Schramm zeigt mir, daß jeder Mensch seinen Preis hat und das sich Politiker nur im Preis unterscheiden. Somit entfällt Punkt c) als Alternative.

    Danke Frau Schramm.

    Hermann

Was denkst du?