Hallo Piraten!
Wir möchten gerne einen Strategieworkshop veranstalten. Dieses Treffen ist nur für einen kleinen Personekreis geplant (nicht mehr als zehn Personen) und soll dazu dienen, Wissen über strategische Arbeit zu erwerben und die Kompetenz des Bundesvorstandes zu erhöhen. Es wird in geschlossener Runde und voraussichtlich Anfang Januar 2012 stattfinden. Der Ort ist noch nicht festgelegt.
Wir verstehen unsere Aufgabe als Bundesvorstand so, dass wir versuchen die Partei auf einen Weg zu bringen, der uns 2013 in den Bundestag führt. Dazu brauchen wir gewisse Fähigkeiten und einen großen Batzen Know How. Wir müssen lernen – und darum geht es bei diesem Workshop. Wir möchten betonen, dass es bei diesem Treffen nicht um einen Ausschluss der Basis von Entscheidungen oder um Repräsentativität der LVs geht. Wir suchen dafür Menschen, von denen wir lernen können, und die uns in unseren eigenen Überlegungen voranbringen können.
Die Themen um die es bei diesem Treffen gehen soll sind:
- Wo wollen wir hin: Wie kann eine Partei sich positionieren, wie grenzt sie sich sinnvoll nach außen ab und wie können wir die programmatische Arbeit der Partei voranbringen?
- Was steht uns entgegen: Was tun andere Gruppen oder Parteien um unserem Erfolg entgegenzuwirken und was sind sinnvolle Gegenstrategien?
- Wie wollen wir das alles schaffen: Wie planen wir Finanzierung und Kampagnen?
- Wollen wir Personenkult: Was sind die Vor- und Nachteile, wie gehen wir in der Hinsicht mit der Presse um?
Für diese Themen suchen wir Personen, die sich darin besonders gut auskennen. Explizit möchten wir gerne jeweils jemanden dabei haben, der
- sich mit Gruppendynamik auskennt
- Gegenstrategien aufstellen kann
- ein Profi in Fundraising ist
- sich mit Personenimages und ihren Auswirkungen auskennt
Ausserdem hätten wir gerne einen Moderator. Wichtig ist, dass dieser sich NICHT an der inhaltlichen Diskussion beteiligen soll. Im besten Fall hat er zu alledem keine Meinung. Der Moderator sollte die Diskussion leiten und in die richtige Richtung lenken bzw. fokussieren. Er ist essenziell für den Erfolg des Treffens.
Das muss natürlich nicht alles eine Person machen. Wenn Du also einen dieser Punkte besonders gut erfüllst, zum Beispiel weil Du beruflich in diesem Feld tätig bist, oder aus anderen Gründen viel Erfahrung darin hast, dann melde Dich! Du solltest in der Lage sein, zu dem Thema zu referieren, Vor- und Nachteile aufzuzeigen und beide Seiten unvoreingenommen zu beleuchten. Wenn Du Dir das alles zutraust, schicke einfach eine Email, in der Du Deine Qualifikation für diese Runde begründest, an Gefion.
Beste Grüße,
euer Bundesvorstand
Jemanden mit Erfahrung in Gruppendynamik halte ich tatsächlich für essentiell wichtig für den Fortbestand der Piratenpartei. Große Klasse, daß Ihr Euch also jemanden mit psychotherapeutischem oder soziologischem Wissen sucht!
LG Judith
Ich sehe in der Aktion eine Gefahr für die Entwicklung der Piratenpartei. Das ist genau der falsche Weg. Uns wird kein Experte oder Beratungsunternehmen zeigen oder sagen können was für uns der richtige Weg ist. Eine Strategie zu entwickeln wie die Grünen wo am Ende der Führer gut versorgt bei der Gasprom einen tollen Posten bekommt brauchen wir nicht. Ihr lauft in eine Falle und macht genau den Fehler wie die Grünen. Wollt teilhaben an dem schönen Leben der oberen Zenhtausend durch sogenannte Strategien oder eine Erfogssicherung. Das ist Unternehmendenken!!! kein Menschendenken. Es sollte das Gefühl der Menschen ankommen. Ihr identifiziert oder infiziert Euch mit anderen Spitzenpolitikern, das ist keine Basisdemokratie. Wo bleibt der Wähler der Euch diese Macht gegeben hat um deren Interessen zu vertreten. Dafür braucht es keine Strategie. Damit habt Ihr die Stimmen sofort wieder verloren. Deshalb macht Pirat “Faxe” aus Berlin in seiner originalen Arbeitskleidung einen autentischen Eindruck und Lauer als gutes Erscheinungsbild steht hinten an. Gruß Paul aka Panther77
Lieber Paul – ich mag Dir wiedersprechen wenn Du erlaubst. Ich denke nicht, dass unser Vorstand vor hat sich mit diesem “Strategieworkshop” von der Basis abzusetzten. Wir sind eine basisdemokratische Partei die auf Transparenz setzt und werden das auch bleiben – deshalb wird dieses Ansinnen auch öffentlich gemacht. Aber wir sind auch eine Partei die der gesamten in Deutschland lebenden Bevölkerung offen steht. Ich halte es für Abwegig zu denken der Vorstand würde jetzt diverse Lobby Gruppen ungeprüft ins Boot zu holen. Durch die BerlinWahl hat jedoch das öffentliche Interesse und die Mitgliederzahl deutlich zugenommen und das wird noch mehr werden. Unsere Piratenkollege Lauer bsw. sprach in diversen TV Formaten von einem “Delitantenbonus” - und damit hat er auch recht. Aber… dieser Bonus hält nicht sehr lange. Auch Pirat Faxe wird später nur ernst genommen, wenn er auch klare Ansagen macht. (ps. gegen die schräge Jutta Dittfurt anzutreten ist aber auch hartes Brot
)
Du hast sicher die Bundespressekonferenz verfolgt. Wir müssen versuchen den Ball z.Zt. möglichst lange flach zu halten. Uns zu positionieren. Unsere Themen wie Transparez, Bürgerbeteiligung und Datenschutz zu propagieren. Oder wie gerade gestern via #ccc den Bundestrojaner in den Vordergrund zu stellen. Denn das können wir! Andere Themen wie Eurorettung, Afganistan, etc..pp werden wir uns via LQFB erarbeiten. Und mach dich bitte frei von Vorurteilen. Denn das System der Piratenpartei ist nicht daruf angelegt Alphamännchen zu produzieren - denn das ist gerade der Unterschied zu den anderen Parteien.
Aber für den “Übergang” müssen wir uns vorbereiten um unseren möglichen Wiedersachern entgegen zu treten und möglichst rein vom Auftreten keine wirkliche Angriffsfläche zu bieten. Inhaltlich ja aber nicht durch “das kann ich jetzt nicht beantworten”
Es ist halt immer gerade in der Frage: Was wähle ich?! Die Pest oder die Cholera.
Fakt ist: Wir sind jetzt über LOS gegangen und müssen mitspielen und wenn dann gehört die Schlossallee uns allen. Den wir Glauben an das deutsche Grundgesetz und an die deutsche Verfassung. Und ich hoffe Paul Du denkst das ähnlich.
cu Bartjez
prima Idee! Nicht nur bezüglich des Umgangs mit den äusseren Gegebenheiten braucht es Strategien, denn der Wind weht scharf. Auch die internen Beziehungen müssen gepflegt werden. Es genügt nicht dass jeder zu allem seine Meinung sagen kann, denn sobald sich die Meinungen widersprechen müssen Wege zu einer irgendwie zu gestaltenden Gemeinsamkeit gefunden werden. Das Gegenteil von “Personenkult” könnte dann sehr bald darin bestehen, dass die Piraten am laufenden Band Sündenböcke produzieren. Denn jeder der öffentlich sichtbar wird, der zeigt auch seine Schwächen (jeder!) und wenn die Reaktion dann immer wieder ist, “der muss weg”, dann schickt man demnächst wohl einen nach dem andern in die Wüste, weil man denkt, das Problem sei damit gelöst (Def.: “Sündenbock”: packe alle Sünden auf einen Schafbock und jage ihn damit in die Wüste, und glaube fest daran, dass dann alle Sünden (= alle Probleme) mit ihm weg sind. Vorschlag: schaut euch bei Professoren der Fachbereiche Soziologie / Psychologie um, denn mehr Kompetenz ist mehr und nicht weniger! (Ich werde mich auch mal umsehen.) LG Sula
Nur mal so, Faxe hatte klare Antworten auf die Fragen und kam sehr gut rueber, Lauer dagegen hatte nur rumgejuxt und wirke eher eingebildet (ausserdem tuen mir die Ohren weh, wenn ein Argument immer wiederholt wird).
Hallo, ich bin ausgebildeter Trainer in Kommunikation und Persönlichkeitsentwicklung, ausseredem beschäftige ich mich seit Jahrem mit hermetsichen Gesetzen und arbeitete viele Jahre erfolgreich im Vertrieb. Ich mag die Philosophie der Piraten und möchte euch dabei unterstützen. Von politischer Strategie keine Ahnung, allerdings was ich weiß ist, dass der Frieden durch Frieden erreicht wird und nicht wie es bis heute in der Welt geglaubt wird, dass er mit Waffen zu erkämpfen ist, und, und .. Habe auch einige vollkommen unverbindliche Kontakte im Bundestag, die eventuell einige Fragen beantworten würden. Freue mcih auf eure Antwort.
Wenn wir den Wählern keine Wege aufzeigen, brauchen wir uns nicht wundern, wenn die Stimmen dann bei den “Andern” am Ende wieder aufschlagen. Hier kann man schon behaupten, dass der Weg das Ziel sein muss. Oder anders gesagt, wenn wir nicht wissen wo wir hinwollen, brauchen wir uns nicht wundern, wenn wir wo anders rauskommen. Lasst uns unser Wissen, unsere Talente und Fähigkeiten bündeln und eine Erfolgsstory dauraus machen. Das geht nur mit Zielen und abgestimmten Wegen. Let´s do it. Hubert
Warum wieder ein kleines Treffen? Nehmt für solche Veranstaltungen doch bitte die Marina und nicht so etwas. Ich schätze sehr, dass ihr als Vorstand (zusammen)arbeitet, aber mit solchen Strategierunden im Kleinen etc helft ihr keinem.
PS: Wer war alles in Plankenfels? Wurde nie gesagt. Protokolle gab es auch nicht. Transparenz ist wohl nicht mal reaktiv?
Wieso fragt der Vorstand nicht per Mail nach, welcher Pirat oder auch Nicht-Pirat Ideen bzgl. Strategien hat? Wieso gibt es kein Treffen mit dem Vorstand nach dem Motto: Wer sich in der Lage fühlt über Strategien zu reden ist gerne eingeladen? Oder wenigstens eine Mailing Liste? Oder eine Mumble Konferenz? Und wieso müssen sich gleich Vertriebler melden, die ihre “Fähigkeiten” in Marketingseminaren gelernt haben? Geht es hier um Strategien wie sich “Piratenpartei” besonders gut verkaufen lässt? Oder gehts es hier um ein gutes Konzept, dass sich von selbst gut verkauft? Transparenz und Bürgerbeteiligung kommen doch gut an. Für die FDP wäre das eine Strategie, für die sie Geld bezahlen würden, wir haben sie, weil wir wissen, dass es der richtige Weg ist und die Umfragen geben uns recht. Nur weil ein Pirat in der Lage ist gute Kommunalpolitik zu machen, heißt das natürlich noch lange nicht, dass er auch über Strategien diskutieren kann. Und ich denke, dass ist genau der Punkt. Der Vorstand traut es der Masse nicht zu (verständlich und auch zu Recht) und deshalb wird erst garnicht gefragt – das finde ich nicht ok.
Es geht doch hier gerade darum, die Piraten die sich auskennen einzubinden. Wir fragen euch doch, darum steht das hier! Das Problem ist, dass ein Workshop nur in einer kleinen Gruppe funktionieren kann. Wenn alle kommen hat man vielleicht Spaß dabei, aber hinterher keinen Output mit dem man arbeiten kann.
Schade, schade, schade
Ihr verfälscht gerade Grundsatz, Aufgabe, Sinn und Erfolgsrezept der Piraten! Der Grundsatz der Piraten ist doch nicht eine Wahl zu gewinnen, sondern eine neue, menschliche, tranzparente, gerechte und soziale Gesellschaftsform zu entwickeln und direkte Demokratie und Beteiligung vor zu leben! So dass alle dran glauben können und uns wählen!
Ich beziehe mich auf die von Euch definierten Workshopziele:
“Wo wollen wir hin:” Das entscheiden doch die Mitglieder auf den Parteitagen, oder hab ich da was falsch verstanden?
“Wie kann eine Partei sich positionieren, wie grenzt sie sich sinnvoll nach außen ab…” Wie man das macht – nämlich mit Inhalt und freien, neuen Visionen, welche vom allgemeinen Weg (der ja nun als einwandfrei Menschenverachtend und Sackgassenführend indentifiziert ist) abweichen und zur Vertretung piratischen Mut erfordern – haben doch die Berliner glasklar vorgemacht. (Sorry für diesen Schachtelsatz)
“…und wie können wir die programmatische Arbeit der Partei voranbringen?” Die programmatische Arbeit muss nicht vom Vorstand voran gebracht werden, sondern in freier Diskussion von den Mitgliedern. Oder ist es mit Transparenz und Bürgerbeteiligung schon wieder vorbei?
“Was steht uns entgegen: Was tun andere Gruppen oder Parteien um unserem Erfolg entgegenzuwirken und was sind sinnvolle Gegenstrategien?” Darüber kann man diskutieren, aber doch nicht im kleinen Kreis! Meiner Meinung nach haben die anderen Parteien so einen eklatanten Mitgliederschwund, weil sie null Basisdemokratie haben. So verbleiben dort nur die ewig Obrigkeitshörigen. Alle anderen werden früher oder später den Weg zu uns finden. ABER NUR SOLANGE WIR BASISDEMOKRATIE UND BETEILIGUNG AUCH LEBEN. Also ist die sinnvollste Gegenstrategie zu anderen Parteien die piratischen Grundsätze direkt vor zu leben, so doll es nur geht und auch wenn es mal zu Lasten der Effizienz geht. Scheiß auf Effizienz! Basisdemokratie und die vielgepriesene Mitbestimmung ist 1000 Mal wichtiger! Ist doch piratisches Grundprinzip, oder? Denn es geht doch nicht darum, eine Wahl zu gewinnen, oder Karriere zu machen! Wenn wir es durchhalten unsere Grundprinzipien zu leben, werden wir die Wahlen von alleine gewinnen, ohne großartig etwas machen zu müssen, denn die Menschen in unserem Land, sind endlos ausgehungert nach Ehrlichkeit, Aufrichtigkeit und Authenzität bei ihren Führern. Seid authentisch und lebt Eure Ideale und Grundsätze, das ist die einzige Strategie, die den Piraten einen großen Wahlerfolg bringen wird. Eine wirkliche Gefahr liegt allerdigs in Maulwürfen und Bestechung, wenn wir denn irgendwann eine Regierungsbeteiligung haben. Man sieht sowas deutlich bei der SPD, den Grünen und sogar bei der Links Partei. Maulwürfe kann man eventuell identifizieren aber Bestechung kann man nicht verhindern. Aber man kann sich den Auswirkungen entgegenstellen. (Parteiausschlußverfahren oder Parteiabmahnungsverfahren z.B.) Und das ist ein Thema, welches von allen Mitgliedern lang, laut und deutlich diskutiert werden muss! Ganz wichtig!!! Ich werde das demnächst mal anstoßen…
“Wie wollen wir das alles schaffen:” Fragt doch die Mitglieder um konkrete Hilfe!
“… Wie planen wir Finanzierung und Kampagnen?” Unter den Mitgliedern befinden sich Spezialisten, die genau auf diese Frage eine Antwort haben. Macht doch einfach nen Threat dazu auf oder nutzt die anderen Möglichkeiten wie Piratenpad oder so!
“Wollen wir Personenkult: Was sind die Vor- und Nachteile,…” Ich glaube niemand in der Piratenpartei möchte Personenkult! Denn das widerspricht dem Inhaltsprinzip und dem basisdemokratischen Prinzip und dem Beteiligungsprinzip, denn es fusst auf Hierarchie bzw. öffnet Hierarchie Tür und Tor. Um das heraus zu finden braucht man nun wirklich keinen Workshop!
“…wie gehen wir in der Hinsicht mit der Presse um?” Warum sagt Ihr nicht einfach die Wahrheit und bezieht Euch auf die piratischen Grundsätze (Beteiligung, Transparenz, etc.)? Fehlt Euch dazu der Mut? Ich weiß, das kostet Mut, denn es ist so anders, als wie bei den anderen Parteien. Bitte bringt diesen Mut auf! Sonst ist das Piraten-Partei-Projekt tot, bevor es sich auch nur ansatzweise entfalten konnte. Eine Möglichkeit wäre, dass Ihr Euch als Deligierte begreift, ohne eigene Befugnisse. Ihr seid das ausführende Organ der Mitglieder und ihr seid nicht befugt etwas ohne die Zustimmung der Mitglieder zu unternehmen, auch wenn dadurch alles doppelt so lange dauert. Das geht langsam, ist aber der Preis für echte Demokratie! Seht Euch so ähnlich wie die Polizei für die Politik und Justiz. Ein Polizist hat auch nicht das Recht zu entscheiden, was Recht oder Unrecht ist, sondern ist nur ausführendes Organ von Politik und Justiz. Ich weiß, das ist langweilig und füttert nicht das Ego, aber es füttert die Seele und das Gefühl etwas RICHTIG zu tun. Wenn das für Euch keinen Wert darstellt und Ihr vor Euch selber nicht als Erfolg verbuchen könnt, unsere idealistischen Ideen und Grundsätze auch zu leben, sondern Erfolg mit Wahlerfolg definiert, dann seid Ihr auf dem falschen Posten und solltet ihn bitte an jemanden abgeben, der das leben kann.
Ich finde, meine Argumente zu jedem einzelnen Punkt Eures Workshops, zeigen, dass dieser Workshop völlig überflüssig ist und auch dazu Beiträgt sich in die falsche Richtung zu bewegen, und ich bitte Euch ihn ab zu blasen.
Gruß Tommy
Ahoi! Wird die Veranstaltung gestreamt, so dass möglichst viele von dem Workshop profitieren? Immerhin sollte man möglichst viele Piraten an den Ergebnissen teilhaben lassen, um nicht den Eindruck zu erwecken, dass hier Wissen nur einem bestimmten Teilnehmerkreis bereit gestellt werden soll.
Beste Grüße, hope74
P. S.: Es wäre schön, wenn der Vorstand die Ergebnisse aus Plankenfels (nur grob) noch veröffentlicht.
Hallo, ich bin langsam ernervt, nicht nur dass es X intransparente Gründungen von irgendwelchen Gruppen gibt, die Service für die gesamte Partei leisten wollen, warum wieder kleine, süße Gruppe, die wieder weniger Input erlaubt, als möglich wäre. Ich bin langsam am Ende meines Verständnisses, das für Bürokratie und Strukturen – eh klein ist.
Für mich und für mein Engagement in der Partei wäre wohl besser, wenn ich das einfach ignorien würde, aber es steht dem faktisch gegensätzlich gegenüber, was ich unter Arbeit der Piratenpartei verstehe. Nur mal zum Vergleich, beim Strategietreffen in Berlin zum Wahkampf waren wir ca. 30 und es wären ein paar mehr nicht schlecht gewesen, ihr wollt mit 10 den Wahlkampf für die gesamte Bundespartei steuern – und ich soll zusehen, wie das gegen die Wand fährt?
Es ist so einfach, fast jeder Landesverband hatte Wahlen, die strategische Arbeit in den Landesverbänden klappt relativ gut, wie auch die programmatische. Warum setzt ihr euch nicht im Rahmen eines Treffens mit Vertretern aller Landesverbände zusammen (die ja quasi die Basis repräsentieren) und findet eine gemeinsame Lösung. Zu einfach?
Andererseits könnte man zu einem großen allgemeinen, Strategietreffen inkl. Pad-Protokoll und Stream, Aufzeichnung einladen und Einzelaufgaben an Gruppen der Teilnehmer (offline / online) vergeben. Zu einfach?
Diese ganzen Endlosdiskussionen über Struktur und Service und Kleingruppen halten uns davon ab, was wir eigentlich tun sollten – uns mit Politik beschäftigen und dazu gehört auch die verschiedenen strategischen Vorstellungen innerhalb der Piratenpartei wahrzunehmen und zumindest jedem Piraten die Möglichkeit zur Beteiligung zu geben.
Im Berliner Wahlkampf haben wir mit unserem Statement zur sozialen, kulturellen und demokratischen Teilhabe gepunktet und wir bekommen das nicht mal im kleinen Rahmen, innerhalb der Partei hin. Demokratische Teilhabe heißt was? Mitbestimmen, informiert sein und nachvollziehbare Informationen erhalten.
Warum greift ihr immer zu diesen vermeintlichen einfachen, dann doch komplizierten Lösungen? Ich verstehe es einfach nicht.
Nur um das eben klarzustellen. Die Servicegruppen sind weder geschlossen noch intransparent. Ihre Gründung war eine Gemeinschaftsentscheidnug des Pressetreffens zwischen Bund und Ländern. JEDER kann daran mitmachen und JEDER kann sehen wie die Gruppe arbeitet und was sie tut. JEDE Pressegruppe auf Landesebene kann davon profitieren. Die Servicegruppen treffen KEINERLEI Entscheidungen, sondern bieten eine DIENSTLEISTUNG an. Details und Gelegenheit zum Mitmachen gibt es hier: http://wiki.piratenpartei.de/Servicegruppen Der Strategieworkshop wiederum hat mit den Servicegruppen nicht das Geringste zu tun. Danke Gefion
Hallo Gefion, die Gründung der Servicegruppen wurde auf den Treffen beschlossen, das nicht öffentlich war, die Gründung z.B. der Servicegruppe die Anfragen beantworten wollte, erfolgte (hab deine Tweets) verfolgt am 04.10., also 2 Tage vorher. Da jeder dir folgt, ist jeder informiert?
Jeder kann mitmachen, schön, jeder kann sehen, was die Gruppe macht, schön. Ich habe trotz Suchen kein Protokoll vom 06.10.2011 gefunden – Nirvana des Wiki? – Transparenz ist nicht nur öffentlich, sondern beinhaltet, das man Sachverhalte nachvollziehen kann. Dann gehe bitte bei Servicegruppen – Programmatischen Anfragen auf Pads und dann sieh was passiert, Passwortabfrage, solange kein Pad dort steht, gibt es keins? Kein Protokoll, im Wiki ist auch nichts zu finden. Wie soll ich mich beteiligen, wenn ich nichts erfahre oder bin ich gezwungen, 37. Liste zu abbonieren?
Zusammenfassend, alles was ihr auf dem Treffen in Plankenfels besprochen habt, kommt jetzt nach und nach ans Tageslicht. Sry, aber ich halte das nicht für eine aktive Informationspolitik, die ich vom Vorstand einer Partei, die das von Politik und Verwaltung fordert, auch fordere. Und nein, meine Kritik wird nicht aufhören.
Es ist einfach der Grundaspekt, der nicht stimmt und daraus folgen weitere, ich unterstelle hierbei keine Absicht, sondern will euch mit meiner Kritik dazu bewegen, es zu ändern. Es geht, auch wenn es vielleicht schwieriger ist.
Das Treffen in Plankenfels zwischen Bundes- und Landespressegruppen war ÖFFENTLICH. JEDER LV war eingeladen und hätte mitreden können. ALLE anwesenden haben sich für diese Gruppen ausgesprochen. Das Protokoll dieses Treffens wurde über einen Verteiler an alle Teilnehmer und Pressegruppen geschickt. Die Ankündigung der Gründung dieser Gruppe stand in diesem Vorstandsportal. Jeder der Interesse hatte konnte sich eintragen. Alle die das getan haben wurden informiert. ZUSÄTZLICH habe ich mehrfach über Twitter darauf hingewiesen. Häufig und ausgiebig.
Die Protokolle der Gründungen dieser Gruppen sind im Wiki zu finden. Genau da wo ich es vorhin schon sagte: http://wiki.piratenpartei.de/Servicegruppen – Du musst Dir allerdings die Mühe machen die Gruppe aufzurufen, für die Du Dich interessierst. Es gibt sogar TONAUFZEICHNUNGEN. Wenn Du Dich beteiligen willst steht da wo die Gruppe kommuniziert, wann und wo sie sich trifft und wie Du Dich beteiligen kannst. Offensichtlich möchtest Du das aber nicht, denn wenn Du das gewollt hättest würde ich Deinen Namen auf dieser Wikiseite finden. Oder auf der Mailinsliste. Oder in den Pads – auf der jeder der mitarbeiten will einen Account beantragen kann. DEIN NAME STEHT DA ABER NICHT.
Du kannst nun also gerne weiter rummeckern und Dich über Dinge beschweren, die Du an den Haaren herbeiziehst, nur um schlechtreden zu können was wir tun. Wenn Du aber einfach nur kaputtreden willst, dann verzeih, wenn ich damit fortan nicht mehr meine Zeit verschwende. Ich organisiere hier Servicegruppen, die der ganzen Partei zugute kommen.
Deinen Schuh werde ich mir nicht anziehen.
EOD.
Boah… Gefion, du machst dich grad total lächerlich und merkt es nicht mal?
“JEDER LV war eingeladen und hätte mitreden können.” Das ist schlichtweg falsch. Unter http://vorstand.piratenpartei.de/2011/07/26/treffen-zur-vorbereitung-von-diskussionen-zur-langfristigen-offentlichkeitsarbeit/ habt ihr (kA von wem der Artikel kam) geschrieben, dass “Zu diesem Treffen wurden der Bundesvorstand, Vertreter aller Landesverbände, sowie das Kernteam der Bundespresse eingeladen”… Vertreter != Jeder, wenn aus Berlin 3 Leute eingeladen waren und meinetwegen 10 kommen wollten, ist das nicht jeder.
“Das Protokoll dieses Treffens wurde über einen Verteiler an alle Teilnehmer und Pressegruppen geschickt.” Ist das dein Ernst? Wo bleibt die Transparenz für alle Mitglieder? Und wer waren den nun die Teilnehmer? Dieses Protokoll muss frei zugänglich für jederman sein, nicht nur für die Teilnehmer. alles andere haut denen die für Transparenz und gegen Klügelei kämpfen sowas von ins Gesicht. Ich bitte dich das nachzuholen!
Ok.. zwischendurch was positives: Ja… die Gründungsprotokolle kann ich mir angucken, alles schick. Aber ein Protokoll vom 6.10. gibt es dort nicht (ich kann allerdings gerade nicht zuordnen welches Treffen Moni da meint), also gibt es dort wohl doch noch eine Lücke.
“Oder in den Pads – auf der jeder der mitarbeiten will einen Account beantragen kann.” Warum bitte brauche ich einen Account um mitzumachen? Etherpad bietet die tolle Möglichkeit das ich ein Pad einfach öffnen und sofort loslegen kann, ganz ohne Authentifizierung. Wer soll von den Pads ferngehalten werden? Hier gilt das gleiche wie oben, das sind Prozesse die transparent geführt werden müssen. Ich sehe keine Grund das Mitglieder sich einen Extra Account holen müssen um mitzumachen. (Manch einer will vielleicht nur mal kurz reingucken was grad geschrieben wird oder sich das Ergebnis eines Textes durchlesen… quasi ein einmaliger Vorgang den ich verhindere wenn ich die Hürde mit dem Account setze)
Mal zum eigentlichen Thema… Die Fragen die du in dem Post oben aufwirfst beinhalten für mich ganz klar das Ziel ein Positionierung und so wie der Workshop aktuell geplant ist unter Ausschluss der Basis (schließlich entscheidet ihr wer zu den 10 Leuten gehört). Ich verstehe den Workshop also nicht als Lernveranstaltung für euch, sondern als Veranstaltung um im kleinen Kreis Strategien zu entwickeln die man genau so gut oder wahrscheinlich sogar besser zusammen mit der Basis entwicklen kann. Deswegen eine kleine Anregung: Fragt doch mal die Basis wie sie an die Thematik unter die Einbeziehung aller beantworten würde. Ich bin mir sicher ihr bekommt sehr sehr wertvollen Input, auch von Moni die in Berlin großartiges geleistet hat.
Ich zitiere zum Abschluss mal eure sehr sehr dürftige und in meinen Augen völlig falsche Defintion von Transparenz: “Transparenz ist immer rückwirkend/retroaktiv. Transparenz bedeutet nachvollziehen zu können WER, WANN, WO, WAS, WARUM entschieden hat. D.h. Transparenz bietet Informationen über die Vergangenheit. Sie ermöglicht es Entscheidungen, Gremien und Personen zu bewerten, zu kritisieren und zu hinterfragen und eventuell in der Zukunft diese Entscheidungen korrigieren zu können.” – selbst diesem Anspruch genügen einige der angesprochenen Punkt nicht! Warum eigentlich?
Liebe Kritiker: Lest doch erst mal den Ankündigungstext richtig: “soll dazu dienen, Wissen über strategische Arbeit zu erwerben und die Kompetenz des Bundesvorstandes zu erhöhen” Hier geht es darum, dass der Vorstand einen Workshop machen will zum Thema “Strategie” – nämlich wie das geht und so weiter. Dabei soll keine Strategie im kleinen Kreis ausgearbeitet werden, sondern der Vorstand will sich weiterbilden, was sehr löblich ist. Also, wo sind Trainer, die das möglicht kostengünstig durchführen wollen? Gute Idee!
Vorab ein „Bienchen“ allen fleißigen und tapferen Piraten, die in den letzten Wochen ein Interview nach dem anderen gegeben haben – und das unter den kritischen Blicken sowohl der allgemeinen, als auch der Piraten-Öffentlichkeit… Hut ab! Und es freut mich, dass unsere Vorstände so langsam die Notwendigkeit strategisch-systematischer Arbeit erkennen. Deshalb unterstütze ich diese Idee „Strategieworkshop“. Eher kritisch sehe ich die recht diffusen und viel zu umfangreichen Anforderungen an eine solche Veranstaltung. Methodik der programmatischen Arbeit, Kompetenzentwicklung im strategischen Denken und inhaltliche Ergebnisse zu Strategie-Elementen, auch noch zu verschiedenen Sachbereichen („Themen, um die es gehen soll“) – das alles kann in ein paar Stunden, oder WE immer nur oberflächlich angerissen werden, mehr nicht. Wenn wir wirklich langfristig, systemisch und bewusster (eben strategisch) an unsere Rolle als politische Partei herangehen wollen, dann sollten wir solch einen Workshop nur als Auftakt für einen längeren Prozess angehen. Viel Zeit haben wir aber nicht mehr – nicht nur Wähler erwarten ganz schnell Ergebnisse (s. http://blog.fefe.de/?ts=b06f3cda). Ja, wir sollten schnell beginnen mit Strategieworkshops überall in der Partei und dann hartnäckig und konsequent auf konkrete Ergebnisse hin arbeiten. Darüber können und dürfen wir nicht einfach beliebige Theorien oder Trainingsmethoden aus anderen Bereichen oder politischen Organisationen übernehmen: die meisten Piraten sind sehr jung und ohne „Strategie-Praxis“, wir leben eine nie dagewesene Basisdemokratie mit einer schier unerschöpflichen Ideenvielfalt und Flexibilität, unsere Transparenzforderung an den Staat und an uns selbst ist ein historisches Experiment – Wege und Ergebnisse völlig offen… Das alles sollten wir einbeziehen in unsere „Strategie-Arbeit“, deren Definition, Aufbau, Ergebnisse, Anwendungen. Ein noch ganz anderer Bereich sind die Notwendigkeit und Herausbildung persönlicher strategischer Kompetenzen, „Köpfe“ für die Öffentlichkeitsarbeit, „Personenkult“ oder Persönlichkeitsanforderungen an Vorstände und Mandatsträger der Piraten: Auch da sollten wir uns in der gesamten Partei drum kümmern (Kriterien erarbeiten, Bewertungen diskutieren, trainieren, coachen) ; wirkliche Veränderungen können wir aber erst einmal nur auf der individuellen Ebene erreichen – und schon gar nicht auf einen Streich. Wenn der Aufruf zur Strategie-Arbeit (so würde ich die obige „Ausschreibung“ gern sehen
) nicht nur (wieder) eine Einzelaktion oder ein Feigenblatt sein soll, bin ich (bei Aufforderung) gern bereit, das Mentoring dafür zu übernehmen. Da ich mich seit etlichen Jahren sehr intensiv sowohl mit Strategie- als auch mit Kompetenz-Entwicklung für verschiedenste Persönlichkeiten, Gruppen und Zielbereiche beschäftige, sehe ich eine gewaltige Herausforderung in dieser Initiative des BuVo. Auch wenn es (erstmal) nur ein Workshop mit wenigen Teilnehmern sein soll (= sinnvoll für konkrete Inhalte und Ergebnisse) – ein streaming kann und sollte viele andere Piraten teilnehmen lassen und zugleich anschubsen zur Weiterarbeit in diesem Sinne. (Prima Idee von hope74 mit dem Stream – ich würde darauf bestehen.)
Immer wieder spannend, die Piraten…
Ich bedaure, dass ich offtopic melde, doch bitte ich dich, Thommy, mit mir in Kontakt zu treten, da ich mit dir thematisch passende Erlebnisse mit den regionalen Poraten erlebe, die ich als Obrigkeitshörig und andere Aspekte erfasse und nicht mehr weiß, ob ich wirklich Mitglied werden will.
Herzliche Grüße
Katha, ich empfinde deine Meinung als sehr hilfreich und zutreffend. Gerne möchte ich mitmachen und als Mensch, der gerade erst einen Mitlgeidsantrag bei den Piraten gestellt hat, sag ich: Gern mit deinem Mentoring und hoffe, dass du die entsprechende “Aufforderung” von dene erhältst, von denen du sie erwartest.
wie gehabt, ich wär auch dabei.
Herzliche Grüße
Ich würde auch gerne helfen, habe etwas Erfahrung mit o.g. Themen und auch eine entsprechende Ausbildung in Coaching und Moderation. Es gibt im Übrigen auch Methoden um Workshops strukturiert mit einem größeren Personenkreis durch führen zu können. Wenn es euch interessiert, dann lasse ich euch Ende der nächsten Woche gerne Info´s dazu zukommen (bin im Moment im Urlaub) LG Kerstin
Was mich interessieren würde: Wenn die Teilnehmerzahl auf (zu) wenige begrenzt ist, wird eine Auswahl stattfinden müssen. Nach welchen Kriterien? Wird die Bewerberliste bekannt gemacht?
Gesucht wird ein “Profi in Fundraising”. Für mich klingt das sehr nach einem Lobbyisten, oder jemandem mit Kontakten zu Lobbyisten. Der Schritt zur Versumpfung von da an ist meiner Meinung nach nur noch ein kleiner.
Noch übler schmeckt mir, dass es hier um “Herrschaftswissen” geht, also Wissen, welches hilfreich dabei ist, eine Machtposition zu erlangen und/oder zu verfestigen, und welches dadurch an Wert gewinnt, dass es nicht jedem zugänglich ist. In dem Kontext lese ich auch den Wunsch nach jemandem, der “sich mit Gruppendynamik auskennt”. Das klingt für mich nach dem Wunsch nach suggestiver Beeinflussung nach außen und innen. Meine Bitte an den Vorstand, diesbezüglich mal die piratische Außenansicht einzunehmen: Tausche Piratenpartei gegen beliebige andere Partei, setze außerdem namhafte PR-Fachleute und nenne das Ganze ein Gremium. – Aus die Maus!
Ansonsten schließe ich mich meinen kritischen Vorrednern an: “Authentizität kann man nicht planen!”, und: “Die Richtung bestimmt die Basis.”
Grüße, Gegenwartsanalyst
HOIE! Um spätestens 2013 den Bundestag zu entern, (wie auch bereits zum Ende der Kohl-Ära die Bonner Wasserwerke
, bringe ich auch gerne meine freibeuterischen Skills ein:
Habe u.a. das BIO-Siegel eingeführt und damit die strategischen Grundlagen für den Erfolg der grünen gelegt, dann für die PBC Kandidatenlisten in Bonn und Berlin Unterstützer gesammelt. Ausserdem habe ich Erfahrung in basisdemokratischer Kommunikation, inter-kulturellen Gruppengründungen (6.000 Mitglieder in INDIEN)sowie fundraising. Fish-Bowl-moderation, Teach-Ins und webinar/Konferenztechniken, mit denen die Spin-Doctors der anderen Parteien eher auf Grund laufen, sind für vollen Wind in den Segeln heute unverzichtbar.
Ich bin und war jedoch noch nie jemandes Knecht , auch in keiner Partei. Ich habe eine konkrete Sicht für 300.000 Leute. ..wenn das Establishment nicht stört: als Reverend und Bischof geniesse ich gewisse destinctive Rechte und Privilegien, die nicht nur mir, sondern auch meinen Freunden über-lebens-wichtig waren, sind und sein werden
, das wird für die zu erwartenden Gegenstrategien gravierend, signifikant und gesellschaftlich relevant sein.
AHOI!
Habe selber scho bei 2 Versammlungen mich dazu in dem sinne erklärt.Das wir zu mehreren Themen der Bundespolitik und Wirtschaft.-und Finanzen stellung beziehen müssen. Nächstes Jahr fängt der Wahlkampf frü Zeitig an . gruss ingo
Ich finde die Idee gut. Ich finde auch gut, daß das Treffen im kleinen Kreis stattfinden soll. Wie das bei Strategien so ist, sollten sie auch nicht gleich dem Gegner in die Hände fallen.
ABER meine Bitte als Pirat: Verlasst nicht den Weg der Transparenz. Hinter Euch stehen tausende Parteimitglieder, die alles genau mitverfolgen…. so wie es sein soll.
Ich kann zwar viele der hier geäußerten Kritiken / Bedenken verstehen, aber nicht teilen. Wenn die Piraten etwas erreichen wollen, dann müssen sie eine möglichst große Zahl an Wählern gewinnen. Das war auch von Anfang an die Zielrichtung, sonst braucht man gar nicht bei Wahlen antreten. Sich hierfür auf allen Ebenen professionell vorzubereiten ist wichtig und keineswegs ein irgendwie gearteter “Verrat” an Grundsätzen. Die von Euch abgedachten Themen sind exakt die richtigen Fragen. Zusätzlich sollte man vielleicht noch über die Frage diskutieren, in welchen Bereichen und in welcher Tiefe Thematiken im Wahlprogramm und auch ad hoc von den Piraten vertreten werden sollten. Meine Mithilfe kann ich allenfalls als Moderator anbieten, ich glaube da habe ich in meinem Leben und meiner Berufstätigkeit einige Erfahrungen gesammelt. Teilweise auch bei anderen Thmen, aber da fehlt mir eindeutiig mehr,.
Hallo zusammen, nun, ich bin ziemliches Neumitglied. Und eingetreten bin ich, weil mir die Transparenz und die grundsätzlichen Ziele der Piraten gefallen. Mit den etablierten Parteien und den seit zum Teil jahrzehntenlang aktiven “Führungskräften” kann ich nichts anfangen. Wir Piraten sind frisch, neu und unverbraucht. Wir werden in die Kreistage und Landtage kommen. Wir werden in den Bundestag kommen. Wir werden die Republik verändern – wenn wir es richtig anstellen. Und dafür braucht man Werkzeuge. Wir müssen das “Handwerk” lernen, um die Republik nach unseren Vorstellungen verändern zu können. D.h. nicht, dass wir so werden wie die Etablierten. Unsere Basis wird sich immer einbringen können und sollen. Nur die Vielfalt der Meinungen macht uns stark. Aber, wir können nicht alle schulen. Also mein Voting: Gute Idee mit dem Workshop. Die Werkzeuge muss man beherrschen, wenn man bauen will (wir hatten das Thema letzte Woche auf dem Stammtisch -Brdbg. KV OHV- und haben auch diskutiert, ob wir uns in Grundlagen der politischen Arbeit, gesetzlichen Vorschriften o.ä. schulen. Auch hier war das Votum ziemlich klar: Wir wollen nicht so werden, wie die noch aktuellen “Volksparteien”, aber wir müssen deren Sprache beherrschen.) Das Streamen der Veranstaltung ist sicherlich ein gutes Mittel, um Öffentlichkeit und Transparenz zu erhalten. Und Strategien einbringen kann doch auch jeder. Nur zu.
Warum ich hier noch poste. Einbringen werde ich mich gerne als Moderator, falls es gewünscht ist.
Ich arbeite für die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (falls sich jemand informieren möchte: http://www.dguv.de) als Revisor und Organisationsberater. Workshops zielgerichtet und ergebnisorientiert zu moderieren, gehört zu meinem Handwerkszeug.
Auf ein klares Ziel und immer Wasser unterm Kiel
Thomas
ein ziemlich guter Soziologe mit Erfahrung möchte dem Vorstand gerne seine Unterstützung anbieten. Hier kann man einen Text von ihm lesen:
http://www.reden-fuer-eine-neue-welt.de/?p=8084#more-8084
es lohnt sich. Ahoi!
Allen denen die lediglich hier eine Bewerbung geschrieben haben, möchte ich bitten, diese auch direkt an Gefion zu senden – das erleichtert ungemein die Aufstellung der Bewerberliste
Danke
Sperling
Stehe mit meiner Erfahrung als Strategieberater und Autor von zwei Fachbüchern zum Thema STRATEGIE gern zur Verfügung.
politische richtungen sind philosophien.was für die linken marx ist,ist für die piraten der philosoph rudolf carnap auch ohne es zu wissen.offensiv wären die piraten wenn sie mich seinen enkel zum kanzlerkandidaten machen.viele grüße thomas carnap
Ich gebe Euch ein kurzes Beispiel: Ich traf mich vor ein paar Jahren mit einem Studenten der mich fragte: Karin was soll ich machen damit ich bei den Leuten in unserer Stadt ankomme? Ich sagte ihm: “Sei Du selber, zeige den Menschen dass Du Ihre Sorgen und Ihre Probleme ernst nimmst.” Seit Jahren arbeite ich mit Jugendlichen und deren Eltern zusammen. Höre Dir Ihre Sorgen auch auf der Straße an, bleibe stehen und diskutiere mit ihnen. ER wurde Oberbürgermeister, hatte für jeden ein offenes Ohr, jeden Donnerstag gab es eine Bürgersprechstunde und auch heute – er hat es bis nach Brüssel geschafft – ist er unser M…. Auch heute bleibt er noch auf der Straße stehen wenn er angesprochen wird – auch heute kann man ihn über facebook erreichen – Das zum Thema Menschlichkeit. Warum sind die Menschen da draußen denn müde und verzweifelt? Sie haben Familien – sie haben Kinder – können diese nicht mehr ernähren, geschweige denn kleiden, können sie nicht mehr ins Studium schicken, weil kein Geld da ist. Warum stehen soviele Menschen in Deutschland jede Woche an der Tafel an? Nach dem Krieg war dies normal – da gab es Lebensmittelmarken – heute ist es nichts anderes. Hier muss die Politik angeprangert werden, wie schicken Milliarden und evtl. Billionen ins Ausland und hier in Deutschland müssen wir hungern. Hungern nach Gerechtigkeit – nach Essen und Bildung. Unsere Kinder müssen alles auffangen, diese haben keine Chance ihr Leben zu meistern- Tut etwas – wir Eltern helfen wo wie können. Wir wollen nicht mehr Zahlmeister der Nation sein. – Griechenland, Italien, Frankreich usw. – Wir haben die Nase voll. Ich gehe auf die Straße genauso wie viele andere “Ältere” – ich habe mich kürzlich mit 60-70jähringe unterhalten – man soll es nicht glauben – diese wählen die NPD – die wollen nicht mehr _ So weit hat uns die Politik gebracht.
Gruß Karin
Ich habe das Buch ‘Steh auf!’ von Boris Grundl http://www.grundl-akademie.de/boris-grundl.html gelesen und kann mir vorstellen, dass er ein geeigneter Moderator für angedachten Workshop sein könnte. Obwohl es sicherlich bereits zu spät ist, Vorschläge zu machen.
Boris Grundl ist in einer ungewöhnlichen Situation, die auch die Piratenpartei z.Zt. hat, gewesen und hat das beste d’raus gemacht. Dank Menschenkenntnisse, dank der Fähigkeit, eigene und die anderen Menschen Führungsqualitäten zu erkennen und zu fördern.
Ich bin Hobby Philosoph und Hobby Stratege, Hab das Buch von Gunter Dück gelesen “Aufbrechen” Das Internet als Gesellschaftsbetriebsystem – darf ich mitmachen?
mfg canoodle mailto: worldinchange@gmx.de skype: piratesproject
ANSONSTEN VORSCHLAG: JOSCHKA FISCHER! Weil die Piraten wohl ähnliche Probleme haben wie die Grünen in der Anfangsphase (laut DSLawFox)
diese Probleme kann man schon mal “vermeiden”, wenn man einen guten (!!!) Berater findet, welcher genau die gleichen Probleme schon ein mal hatte.
Kann Gold wert sein. Nur ist Joschka ja iwie “befangen”.
mein profil: http://wiki.piratenpartei.de/Benutzer:Canoodle
was ist eigentlich aus diesem Workshop geworden?
Gerade habe ich mit Interesse die verschiedenen Positionen zu dem Workshop gelesen. Als alter 68, der aber zu den undogmatischen Gruppierungen zählte, mit dem einem emanzipatorischen Ansatz von innerorganisatorischer Demokratie, Selbstreflexion, und realen Selbstorganisationsgruppen in Stadtteilen oder Randgruppensiedlungen, z.B. als Gründungsvorsitzender der LANDES-ARBEITSGEMEINSCHAFT SOZIALER BRENNPUNKTE Hessen e.V, kann ich sagen: Unabhängig davon wie gut, oder spontan, oder direkt oder ehrlich eine politische Selbstorganisation durch die Basis erarbeitet, am Leben gehalten wird, ist die Überzeugungs-Effizienz zur Allgemeinbevölkerung am Ende ausschlaggebend für politischen Erfolg oder Misserfolg – wenn denn Übereinstimmung darin besteht dass alles im Sinne von gesellschaftlicher Veränderung hinausgehen sollte: über eine Art sozialpolitische, sozialpsychologische, gesellschaftspolitische Spielwiese zur Selbsterfahrung.
Überzeugungs-Effizienz fängt zunächst beim Einzelnen und den verschiedenen Gruppierungen der Piratenpartei selbst an, das heißt: welche Identität und welches Selbstbild hat die PiPa von sich und vermittelt sie in die Öffentlichkeit und wie kommt dies innerorganisatorisch effektiv zustande. Effektiv heißt man muss die Phase der kritischen Infragestellung Schritt für Schritt mit immer mehr Fragmenten zur Lösung der kritisierten Aspekte erweitern und zwar ohne sie zu absolut als Dogma zu setzen, aber auch ohne sie zu schwammig und unverbindlich, damit unglaubwürdig zu lassen. Da sind parallele Vorarbeiten von vielen Gruppen innerhalb der PiPa nötig und man sollte ein Themen-Skelett vorgeben, ebenso eine vorläufige Zeitachse wann wer, wo von welcher Gruppe seine Erkenntnisse, Vorschläge zu diesen Themen im Sinne von Lösungsansätzen auf den Tisch der Parteiöffentlichkeit legt, wo sie dann in eine Öffentlichkeits-Verifikationsrunde gehen – meinetwegen für 3 Monate, dann überarbeiten die Gruppen ihre Vorschläge und man sammelt nach 2 – 3 Monaten die dann verbesserten, prägnanteren, verständlicheren…. Vorschläge und ordnet sie neu um daraus entweder Beschlussvorlagen für die Verabschiedung, also für einen Mehrheits-Beschluss zu machen, oder das Ganze oder Teile davon erneut rückzuverweisen in verschiedene (miteinander durchaus konkurrierende Gruppen am selben Thema) zur weiteren Überarbeitung zu geben. Das wäre eine Stategie die eine gewisse Verbindlichkeitsstruktur beinhaltet, die eine gewisse Zielführung durch die Themensetzung beinhaltet – und für die Themensetzung sollte die Gewichtung vom Bundesvorstand zusammen vielleicht mit den Landesvorständen – vorgenommen werden; denn das alles kostet Zeit, Energie und Geld und kann deshalb nicht nach Tageslust und Tageserkenntniss, sondern nur im Hinblick auf Zielprioritäten festgelegt werden. Aber alle zigtausend PiPa-Mitglieder sollten die Möglichkeit haben jeder Zeit ein für sie wichtiges Thema zu benennen und mit ihrer Begründung öffentlich als anhängig zur Diskussion anzumelden. Dennoch: es müssen Prioritäten gesetzt werden, abhängig auch von den zeitlich und lebensnahen Realitäten in der wir hier und weltweit leben.
Wir haben damals auf verschiedenen Ebenen, Stadtteilbasisgruppen, Bewohnerselbsthilfegruppen, Jugendverbänden, Landesjugendring, Jugendgruppen und Interjugendgruppenarbeit sowohl mit elementen von direktiver Basisdemokratie, von sogenannter representativer Demokratie und Mischelementen wo in Organisationen versucht wurde beide Elemente miteinander zu verknüpfen. Es sind Leute wichtig die die richtigen Fragen stellen, es sind die Leute noch wichtiger die zu diesen Fragen umsetzungsfähige Antworten finden und dazu politische Mehrheiten als die erste unerlässliche Machtvoraussetzung für die Umsetzung zu erreichen aber am wichtigsten sind danach die Leute und Strukturen welche garantieren dass Mehrheitsbeschlüsse auch umgesetzt werden und das setzt einen verbindlichen Hintergrund voraus. Wer ist da wenn die Scheißarbeit gemacht werden muss? Und genau da hat sich in unseren Versuchen oft die Katze in den Schwanz gebissen, denn wenn von vielen Leuten etwas beschlossen war, und dann die Umsetzung nicht einmal 10 % der Leute auf die Beine brachte, dann war das nicht erbaulich.
Und das liegt nicht nur an der vorherigen gründlichen Basisbeteiligung, sondern schlicht auch an den persönlichen Ressourcen der Basismitglieder, mal ganz abgesehen davon dass es auch unterschiedliche Fähigkeiten gibt.
Ich bin übrigens damals nicht zu den Grünen gegangen (obwohl ich sie verschiedenlich gewählt habe) weil diese sehr schnell massiv von links-dogmatischen Gruppen unterwandert wurden und sie hatten ja dann auch einen jahrelangen Kampf zwischen Fundies und Realos der nicht allzu produktiv war.
Und ich denke jede Organisation hat ab einer gewissen Größe ein objektives strukturelles Dilemma zu überwinden zwischen Effizienz-Fähigkeit (denn was sich nicht effektiv politisch organisiert und artikularisiert ist politisch nicht relevant!!! – jedenfalls nicht auf Dauer) und Hierarchielastigkeit. Effizienz-Fähigkeit ist ohne verbindliche Machtstrukturen, Informations-Verarbeitungs- und Konfliktverarbeitungsstrukturen nicht machbar. Um Hierarchielastigkeit zu vermeiden sind dagegen wirksame Macht-Kontrollintrumente und organisatorische Instrumente der Gewaltenteilung, der Machtrotation, der strukturierten innerorganisatorischen Opposition erforderlich.
Also, ich weiß nicht ob Ihr damit was anfangen könnt; ich bin gerne bereit an irgend einer Stelle mehr dazu zu sagen aber es ist gefährlich wenn ihr innerhalb der Organisation Angst vor der Macht habt. Wenn das so ist, dann lasst es besser bleiben. Nicht Angst vor der Macht, sondern die laufende, für die Machtinhaber auf Zeit nicht zu bändigende Kontrolle der Macht ist wichtig. Nicht die Lahmlegung des Bundesvorstandes weil naturgemäß Machtorgan, sondern qualifizierte Alternativen organisieren zu dem was man von dort vermisst – vielleicht weil die Kapazitäten zu eng begrenzt, oder die Prioritäten anders gesetzt sind – was ja auch von persönlichen Neigungen und Qualifikationen abhängen kann.
In diesem Sinne erst mal viel Erfolg.
Manfred